Praktizierst du AN deinem Körper oder MIT deinem Körper?

Ein Perspektivwechsel für deine Yoga-Praxis

Der Moment, den viele kennen

Vielleicht kennst du das. Du bist in einer Yogastunde und statt wirklich zu spüren, beginnst du, dich auszurichten, dich zu korrigieren, es „richtig” machen zu wollen. Von außen sieht das nach Yoga aus. Von innen ist es oft etwas anderes. Ein sehr leiser innerer Kampf.
Der Körper wird dabei schnell zu einem Projekt. Zu etwas, das verbessert werden muss. Und ganz leise läuft häufig ein Gedanke mit, den viele gut kennen: “So, wie ich gerade bin, reicht es noch nicht.”

Du bist in einer Yogahaltung und statt wirklich zu spüren, überprüfst du dich. Du vergleichst dich. Du korrigierst dich. Du kritisierst dich. Und ganz unbewusst entsteht innerlich subtiler Druck. Die Bewegung ist es nicht. Es ist die innere Haltung, aus der sie entsteht.

Warum wir das tun und warum es so schwer zu bemerken ist

Viele von uns haben gelernt, sich über Leistung zu orientieren. Das Problem ist, selbst Yoga wird so zu einem Ort, an dem wir versuchen, besser zu werden, anstatt uns selbst zu begegnen. Das Nervensystem kennt keinen Unterschied zwischen dem Druck im Büro und dem Druck auf der Matte. Wenn wir in ständiger Selbstkorrektur sind, bleibt der Körper in einem leichten Alarmzustand. Die Muskeln halten Spannung. Der Atem bleibt flach…

Was sich verändert, wenn du MIT deinem Körper praktizierst

Wenn du beginnst, mit deinem Körper zu praktizieren, verändert sich etwas Grundlegendes. Nicht laut. Nicht spektakulär. Aber spürbar.
Du hörst auf, dich in jeder Haltung zu bewerten. Dieses ständige „Ich sollte” tritt in den Hintergrund. Du spürst es im Körper, bevor du es in Worte fassen kannst. Dein Atem wird müheloser. Dein Brustkorb wird weiter. Und in dir wird es ruhiger.
Von außen kann die Yoga-Praxis gleich aussehen. Doch innerlich ist es ein völlig anderes Erleben, ob du gegen dich arbeitest oder ob du beginnst, mit dir zu sein.

Die Frage, die alles verändern kann

Für mich liegt darin eine der wertvollsten Qualitäten von Yoga. Nicht in den spektakulären Haltungen, sondern wieder in Beziehung, in Kontakt mit dir selbst zu treten.
Vielleicht ist die wichtigste Frage auf der Matte deshalb nicht. Mache ich die Haltung richtig?
Sondern:
Kann ich meinem Körper wirklich spüren ? Verstehe ich, was er mir mitteilt, was ich brauche und was vielleicht nicht ?

Praktizierst du AN deinem Körper oder MIT deinem Körper?
Ich freue mich über deine Gedanken, gern per Mail.

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